Rigol DS1052D und Open Logic Sniffer

Heute habe ich den Logic Analyzer des Rigol DS1052D ausprobiert und festgestellt, dass dieser die aufgezeichneten Signale nicht auswertet. Da es sich bei dem Oszilloskop um ein Gerät im unteren Preissegment handelt, ist das auch in Ordnung. Die gemessenen Signale können allerdings leicht exportiert und auf einem PC mit dem Open Source Tool Open Logic Sniffer ausgewertet werden. Damit das funktioniert, müssen diese im CSV Format exportiert und im Anschluss konvertiert werden. Die folgenden Schritte zeigen, dass es tatsächlich sehr einfach ist.

Rigol DS1052D oscilloscope

1. Daten speichern und exportieren

Wenn man mit dem Logic Anlyzer Flanken miss, kann man die Messung mit dem Button „RUN/STOP“ einfrieren. Nun können die Messwerte mit dem Button „Storage“ gespeichert werden. Dazu wählt man im Untermenü von „Storage“ den Punkt External. Dieser ist nur aktiv, wenn man einen USB-Stick an dem Oszilloskop angeschlossen hat. Jetzt einfach nur noch das Datenformat CSV einstellen und einen Dateinamen vergeben (z. B. Messwerte.csv). Nun kann man die Datei speichern.

2. Daten konvertieren

Die Messwerte können nun auf einen PC kopiert und konvertiert werden. Die Konvertierung kann mit einem Befehl durchgeführt werden:

Dieser Befehl erstellt eine neue Datei „Messwerte.ols“, welche nun noch angepasst werden muss. Dafür öffnet man die Datei und entfernt die ersten beiden Zeilen. Anschließend fügt man die beiden Parameter Rate und Channels an den Beginn der Datei an. Rate definiert die Bandbreite des Oszilloskops (hier 50MHz) und Channels gibt die Anzahl der verwendeten Kanäle an (1-16). Die Datei sollte in etwa so aussehen:

3. Daten in OLS importieren

Jetzt kann man den Open Logic Sniffer starten und die Daten mittels „File -> Open“ importieren. Wenn alles funktioniert hat, sollten die Signale nun im Open Logic Sniffer zu sehen sein:

Importierte Messdaten

Über Marco Scholtyssek

Student of technical computer science at FH Dortmund, works as software developer at itemis AG in Lünen.

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